Baukosten aus Sicht von Privaten Investoren
Als privater Investor haben Sie höchstes Interesse an verlässlichen Kostenschätzungen, weil Sie auf deren Grundlage Ihre Investitionsentscheidung treffen. Damit aus einer geplanten Rendite eine reale Rendite wird, ist es eine Voraussetzung, dass das fertige Objekt in Qualität und Kosten der Planung entspricht.
Als Auftraggeber sollten Sie von Ihren Planern Kostenschätzungen erhalten, die detailliert über Mengen, Qualitäten und Kosten der geplanten Bauleistungen informieren. Nur solche Kostenschätzungen können als Basis für eine folgende Steuerung und Kontrolle der Baukosten dienen.
Ein weiterer Baustein im Sinne der Kostensicherheit sind VOB-gerechte Leistungsbeschreibungen, mit denen viele kostenträchtige Nachträge vermieden werden können.
Nachträge sind trotz allem manchmal unvermeidbar, z.B. wenn die Planung nach der Auftragsvergabe geändert wurde. Vermeidbar ist es jedoch, dafür mehr als angemessen zu bezahlen. Nach der VOB sind Nachträge auf der Kalkulationsbasis des Hauptauftrags zu vergüten. Der Nachweis hierüber bzw. dessen Prüfung erfordern in der Praxis aber nicht nur Fachkenntnisse, sondern oft auch geeignetes Datenmaterial.
Folgende Werkzeuge, bei Auftraggebern und/oder Planern eingesetzt, helfen bei der Erfüllung der genannten Aufgaben:
DBD-KostenKalkül: Kostenschätzung -und Berechnung auf Basis von Skizzen oder Zeichnungen.
DBD-KostenElemente: Kostenschätzung und -Berechnung mit ausgewählten AVA oder CAD-Programmen oder Excel.
STLB-Bau: VOB-gerechte Leistungsbeschreibung. Aufgestellt vom GAEB und herausgegeben vom DIN. Basierend auf der Technologie der Dynamischen BauDaten.
DBD-BauPreise: Orientierungspreise für Bauleistungen nach STLB-Bau. Optional auch mit Preisanteilen (Löhne, Stoffe etc.) und/oder nach Regionen differenziert.
x:nachtrag: Prüfen und Werten von Nachtragspreisen auf Basis einer Vergleichskalkulation.
